Eigentlich sollte das Festival of Lights im vergangenen Jahr eine einmalige Sache bleiben. Aber aufgrund des großen Interesses ging es dieses Jahr in die zweite Runde und diesmal länger. Zusammen mit Kathrin machte ich Sonnabend nachts einen kleinen Spaziergang durch unsere beleuchtete Hauptstadt. Meine Füße haben es mir gedankt.


Angefangen haben wir an der Gedächtniskirche und sind dann mit der Bahn zum Alex gedüst. Hier war nun Schluß mit dem gemütlichen Teil. Ersteinmal machte ich ein obligatorisches Foto vom Fernsehturm, bevor wir versuchten diesen zum ersten Mal an diesem Abend zu entern. Pech gehabt. Leider war die Schlange zu lang, meine Blase zu voll und Kathrins Magen zu leer. Also auf zum Burgerrestaurant. Danach 2.Versuch und? Bingo! Wir mussten vielleicht 10 Minuten warten und schon ging es in 40 Sekunden in 203,75m Höhe für 2€ pro Person. Oben gab es natürlich ne schicke Aussicht - ist schon irgendwie komisch Straßen wie die Karl-Marx-Allee zu sehen, wie sie sich durch das Dunkel der Stadt ihren Weg bahnen. Leider konnte ich keine Bilder von dort oben machen, da die Fenster zu sehr spiegelten und letztlich nur ich mit der Kamera in der Hand auf dem Foto gewesen wäre. Danach ging es Richtung Berliner Dom. Da sich das Rathaus gerade in Sanierungsarbeiten befindet, war es nicht angestrahlt worden.

Eine kleine Situationskomik dann auf dem Weg zum Dom. Die Eingangshalle eines Hotels (glaub ich zumindest das es eins war) gab es eine kleine Lichtshow zu sehen. Der Eingangsraum wurde mit wechselnden Farben beleuchtet und ohne das Ganze vorher schon einmal gesehen zu haben, konnte ich immer die nächste Farbe vorhersagen. Stichwort: "Wenn sie lila im Angebot haben, kommt jetzt lila." - Kathrin war schwer begeistert und ich größer als David C.

Am Dom gab es eine nette Dia-Show zu sehen. Verschiedene Muster wurden auf den Dom projeziert und so sah der Dom auch von seiner Erscheinung immer wieder ein wenig anders aus, da man bei manchen Motiven einige Teile des Bauwerkes nicht mehr erkennen konnte. Echt gut gemacht. Leider kam mein Lieblingsmotiv nicht nocheinmal, so dass ich mit einem "schwedischen" als Fotomotiv Vorlieb nehmen musste.

Via blauerleuchtete Unter den Linden und Brandenburger Tor ging es dann aufgrund von Kälte und doch recht später Uhrzeit zügig weiter zur Siegessäule. Dort noch schnell ein Foto mitten auf der Straße des 17.Juni gemacht, wo vor ein paar Monaten noch Hunderttausende standen, und dann ab nach hause heia'n gehen. Vorher noch schnell geguckt was Horst in Bellevue so treibt. Schien aber nicht da zu sein der gute Mann.

PS: Wer das Ganze "Spektakel" letztes Jahr schon gesehen hat, der wird dieses Jahr nicht viel verpassen. Denn die Lichinstallationen schienen die Gleichen zu sein.