Mittwoch, August 29, 2007

Ich hasse Äppelwoi

Ursprünglich wollten wir die weite Reise in die Äppelwoi-Region zu viert antreten. Durch einen kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfall machten nur Capu, Steffen und meine Wenigkeit sich auf die Reise. Die Hinfahrt gestaltete sich trotz 5 Uhr Abfahrtszeit in NB doch recht amüsant. Kumpel Goldi machte natürlich wieder einmal schon weit vor dem Ziel schlapp und so ließen wir das gute Polenbier durch unsere von der glühenden Sonne ausgetrockneten Kehlen fließen.

In Frankfurt angekommen, suchten wir erst vergeblich nach einem geeigneten Parkplatz und als wir diesen endlich fanden, warteten wir noch gute 2 Stunden auf die Süddeutschland-Crew. Gemeinsam ging es dann zum Stadion. Mit Entsetzen musste ich dann feststellen, dass sich auch hier die Mode mit aufladbaren Karten für das Bezahlen von Speisen und Getränken längst etabliert hatte. Nun gut. Wenigstens konnte man einem Einheimischen die Umständlichkeit dieses Systems für Auswärtsfans erklären, was aber nichts an der Sache ändern wird.

Das Frankfurter Waldstadion war mit 44400 Zuschauern gut gefüllt und hinterließ einen ordentlichen Eindruck. Allerdings gefiel mir die Videowürfelkonstruktion überhaupt nicht. Dafür wußte der komplette Frankfurtblock bei der Hüpfaktion sehr zu gefallen. Zum Spiel gebe ich keinen großen Kommentar ab. Wenn Leute meinen, dies wäre die bisher beste Saisonleistung gewesen, na dann Gute Nacht Hansa. Nach 2 Minuten sich ein dämliches Ding einfangen, danach keine Ideen vernünftig nach vorne zu spielen, zu wenig Chancen und wenn schon welche, dann kläglich gescheitert. Wer da nach dem Spiel noch Klatschen kann, hat scheinbar ein anderes Spiel gesehen. Aber naja.

Im Kopf bleibt der schöne Gesang aus der 2. Halbzeit. "Wir haben bezahlt, wir drehn jetzt durch!"






Dienstag, August 21, 2007

Wir kamen, sahen und verloren

Wie erwartet hat Hansa das Auftaktspiel zur Bundesligasaison 07/08 gegen Bayern verloren. Vor ausverkauftem Haus hatten die Mannen in Blau nicht den Hauch einer Chance und gingen sang- und klanglos mit 0:3 unter. Aber wir hatten Dank Suff und Grillen vor dem Parkhaus trotzdem gute Laune. Daran konnten uns auch nicht die Parkhauswächter hindern, die unser gemütliches Sit-In im Parkhaus auf 2 Stellflächen versuchten zu stören. Ich weiß allerdings immer noch nicht, wie man auf die bekloppte Idee kommt, eine Mottofahrt in Unterhemden zu machen.
Im Übrigen war das gemietete Mobil mit dem Stern vorne drauf wieder einmal erste Sahne.

Donnerstag, August 16, 2007

Fotos zur Saarland-Tour

Endlich sind sie da. Die Fotos zum verhergehenden Bericht. Lehnt euch zurück und geniesst die Diashow.

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Donnerstag, August 09, 2007

Unterwegs mit Freunden

Bevor das neue Wochenende startet, möchte ich das vergangene kurz noch einmal zusammenfassen.

Es hieß, wir machen die Tour mit nem Passat. Die Truppe fuhr dann allerdings in einem netten E-Klasse Kombi in Potsdam vor. Nach kurzem High Five gings dann auch schon auf der Autobahn durch die Nacht ins Saarland. Unterwegs wurden ein paar Raststätten besudelt und so kam man am frühen Morgen bei Sonnenschein an. Zunächst wurde das leere Stadion zu Homburg besichtigt - inklusive Platzbegehung, versteht sich von selbst. Danach gings auf zur örtlichen Kaufhalle Nachschub holen. Wieder am Stadion angekommen machten es sich 60% der Reisetruppe Sonnenschein im Gras neben dem Auto gemütlich, während die restlichen 2 Verirrten das Vereinslokal aufsuchten. Nähere Informationen zu diesem Abstecher bringe ich an dieser Stelle aber nicht. Das würde alles zu viel werden. Was haben wir gelacht?

Dann war es endlich soweit, der FC 08 Homburg-Saar spielte vor 650 Zuschauern gegen den FV Engers im heimischen Waldstadion (24000 Plätze). Nach 1:0 Führung der Gäste konnten die Homburger allerdings noch das Blatt wenden und am Ende stand es 2:1. Insgesamt war das Spiel recht nett anzuschauen, aber auch nicht mehr und nicht weniger. Oberligakick halt. Supporttechnisch nervte der 3-Mann-Anhang der Gäste dermaßen, dass ich mehrmals die Flucht zum Bierstand antreten musste. Allerdings waren die durch ihr permanentes Trommeln immernoch lauter als der Heimblock. Witzig der Homburg-Fan, der sich zu uns setzte und uns in die Geschichte seines Vereins, des Stadions und der Fans einweihte. Interessant, aber nicht wiedergebbar.

Nun machten wir uns auf den Weg ins 22 km entfernte Elversberg, wo das eigentliche Ziel unserer Reise lag. Aber war nicht der Weg das Ziel?!
Der DFB-Pokal und seinen eigenen Gesetze, hatte an diesem Abend keine besondere Wirkung. Hansa, als Favorit, erspielte sich ein locker flockiges 8:0 gegen den Oberligisten SV Hasborn-Dautweiler vor 4500 Zuschauern im Waldstadion an der Kaiserlinde (5000 Plätze). Ich höre immernoch die Gesänge nach den Toren: "Ostseestadion...seit 1954 Tradition" Schön wars, wenn auch ein wenig zu warm in der Sonne.

Nach dieser bis zur letzten Minute spannenden Partie sollte es weitergehen. Aber wohin? Nach kurzer Diskussion wurde das ursprüngliche Ziel Gera wieder ins Auge gefasst. Vorher allerdings verbrachten wir die Nacht im Auto auf der heiß geliebten Autobahn oder vor Stadien in Kaiserslautern und Frankfurt. Morgens um 6 Uhr dann das erste Highlight. Mäckes macht auf und wir rein. Yeah. Tat das gut. Nichts gegen den Kartoffelsalat von Chrischis Mutti, aber was Warmes im Magen war auch mal wieder ganz schön nach der vielen Bratwurst im Stadion, wo immer so wenig Senf drauf war. Ich weiß gar nicht wo der sich immer hinverflüchtigte. Mehr wird an dieser Stelle aber nicht verraten. Im Übrigen macht die Wartburg sonntags um 8:30 Uhr auf. Ja ja, ein bisschen Kultur muss eben auch sein. Und vom Aussichtsturm hat bei Sonnenschein eine herrliche Aussicht.

Nun sollte aber endlich Gera in Angriff genommen werden. Man erreichte das Stadion so rechtzeitig, dass der Schreiberling noch ein kleines schnarchendes Nickerchen auf der Wiese vor dem Gästeeingang abhalten konnte. Das Stadion der Freundschaft zu Gera fasst 15900 Zuschauer und zu diesem Thüringer Derby im DFB-Pokal zwischen dem 1. FC Gera 03 und dem FC Carl-Zeiss-Jena waren 8200 zahlende Zuschauer anwesend. Zum Spielverlauf kann ich wirklich nicht mehr viel sagen, da mir das Bier und die Sonne doch immer mehr zu schaffen machten. 3 Sachen weiß ich allerdings noch: 1. Jena war die bessere Mannschaft, 2. Gera hat gamnz gut dagegen, aber trotzdem 3:0 verloren und 3. war der Support der Jenaer der Beste an diesem Wochenende.

Als man Stunden später erschöpft, übermüdet und besoffen in Oranienburg ankam, um meinereiner rauszuschmeißen waren sich alle einig: 2 Tage, 3 Grounds, ein bisschen Kultur und jede Menge Anekdoten zum erzählen (ich könnte hier noch viel mehr schreiben, aber das artet dann echt aus. Ist es vielleicht schon.) So ein Trip wird schwer zu toppen sein.

PS: Aus technischen Gründen konnte ich die Bilder bisher nicht auf meinen Rechner ziehen. Sie werden aber nachgereicht.

Freitag, August 03, 2007

Mit ihren Bergen hamses hier aber, wa Alta!?

Da Gunnar und ich letztes Jahr Frankreich sehr genossen haben, verschlag es uns dieses Jahr wieder dorthin. Und da ein Urlaub nichts ohne Sport ist, stand das Reiseziel auch schon fest - die Tour de France sollte in unserer Urlaubswoche die Riesen der Pyrenäen kreuzen!
Ein paar Worte zur Tour an sich: Jedem dem ich erzählt habe, dass ich meinen ersten Urlaub des Jahres wieder für die Tour "vergeude" (über die Hoppingranderscheinungen sagt keiner mehr was, da bekommt man nur noch Kopfschütteln für), der hatte so schöne Kommentare wie "Und, waren sie dies Jahr wieder schneller?" und "Bring mal n bißchen Epo mit!" übrig. Gut, damit muss und kann ich ganz gut leben, denn für mich ist diese ganze Dopingkacke einfach nur nebensächlich. Ehrlich gesagt hab ich auch den Überblick verloren, wer denn alles nun schon einmal auffällig geworden ist. Es interessiert mich einfach nicht. Ich will nur Radsport in seiner schönsten Form - und genau das bekommt man jährlich bei der Tour. Wenn ich sehe mit welcher Liebe die Franzosen ihr liebstes Kind behandeln, wie sie mit Oma und Opa tagelang die Bergpässe bevölkern, wie sie sich um die Werbegeschenke der Caravan publicitaire freuen oder wie auch noch der letzte Fahrer, egal welcher Nationalität, den Berg hochgeschrien wird, dann fühl ich wieder etwas verstanden und ich weiß, dass es noch mehr Leute gibt, die sich auch so verliebt haben in die Tour de France wie ich.
Gut, genug rumgesäuselt, die Fakten und die Fotos...
3600km, 4 Länder, 5 Tage, 2 neue Fussballländerpunkte mit der Schweiz und Andorra, der Freistaat mitten in Pyrenäen weiß im übrigen sehr zu Gefallen! Und nicht nur mit Zigarettenpreisen von 1,60€, sondern im Ganzen mit seiner sehr freundlichen und legeren Art.
Bild I, Stade de Genève in Genf, ich empfehle dringend sich einen Stadtplan zu besorgen falls man in das Lo... in die Stadt mal mit Auto will.
Bild II, "Gunnar macht n Plan" oder "Navigationssystem light"
Bild III, Bergmensch
Bild IV, die wirklich wunderschönen Pyrenäen vom Col de Port 1249 Höhenmeter
Bild V, unser Beuteanteil von der Werbekarawane, viel mehr war nicht drin, die Franzosen scheinen das Ergattern solcher Geschenke perfektioniert zu haben
Bild VI, Bergetappe Tour de France, endlich! Geiles Erlebnis!
Bild VII, Estadi Comunal, Andorra la Vella, Championsleague-Qualifikation Rangers FC vs. Sheriff Tiraspol (andorrischer gegen moldawischer Meister), fussballerisches Niveau irgend wo zwischen Oberliga und Verbandsliga. Sehr sympathische Stadionkneipe mit den halben Liter für 1,20€ in der man auch mal deutsche Hopper trifft die grad vom Fussball aus Moldawien kommen, kranke Typen :-)
Bild VIII und IX, die Rückreise von Andorra nach Frankreich über einen Pass von 2400m war ein heftiges Erlebnis, unten "im Tal" 25°C im Schatten, auf dem Pass 9°C und eine geschlossene Wolkendecke kurz dahinter, durch die wir irgendwie mit 30km/h durchmussten, was andorrische Autoflieger aber nicht davon abhält mit geschätzten 80km/h durch die Serpentinen zu fliegen.

In diesem Sinne, Vive la France, Vive le Tour!









Donnerstag, August 02, 2007

Ein Baguette, Sie zu knechten

Neulich hatte ich ein klein wenig Lust auf Schweinereien und so machte ich mir ein extra ordinäres Sandwich. Zunächst wurde das ca 50 cm lange Baguette längs geteilt, dann die Unterseite mit selbstgemachter Knoblauchbutter bestrichen und danach folgten eine Schicht Käse, Gurken und Tomaten. Darüber fix Kräutersalz und weiter ging es mit Kochschinken und Salatblättern. Auf die Oberseite kam nur noch Ketchup und Chilisenf zum Einsatz und schon konnte das Baguette zugeklappt und verspeist werden.

Ich muss sagen, es hat sich sehr tapfer gewehrt. Aber am Ende, es waren mittlerweile 3 Stunden seit der Fertigstellung in der Küche vergangen, habe ich gesiegt. So voll gefressen kann man einen Abend beim Kickern wirklich gut überstehen. Übrigens habe ich nach dieser Essensschlacht für die nächsten 12 Stunden nichts mehr gegessen. Dann gab es Frühstück.

Vorher:


Nachher: