Freitag, September 29, 2006

Snooker

Nun mal ein Video für unsere Snookerfreunde. Man beachte die Schnelligkeit mit der Ronnie O'Sullivan seinen Gegner abzieht.

Flitzer...

sind schon eine Spezies für sich.

Donnerstag, September 28, 2006

Billie Jean

Keine Ahnung warum, aber ich finde diesen a-capella-Beat-Box-Kram immer wieder gut.


Cosmos - Billie Jean - video powered by Metacafe

Liebesspiel der Schildkröten

Sonntag, September 24, 2006

Zitat der Woche (KW38/2006)



Harald Schmidt

(während der WM 98) Deutschland besiegt die Amerikaner auf französischem Boden. Viele ältere Zuschauer hatten Tränen in den Augen!

Samstag, September 23, 2006

Es lebe die Sucht

Wenn man neben der Arbeit nichts Anderes hat, sucht man nach Ablenkung und Ausgleich in der Freizeit. Es gibt Leute, die schwören auf Sport. Ich habe rausgefunden, dass dies nichts für mich ist, zumindest was den aktiven Part angeht. Andere Menschen wiederum suchen ihr Heil in der Sucht. Aber weder Drogen noch Alkohol geben mir den Kick, den ich momentan verspüre, wenn ich mich meinem Online-Fussballmanager Hattrick widme. Das Spielprinzip ist simpel und trotzdem ist die taktische Komponente komplex. Was dazu führt, dass man doch einige Zeit mit der Analyse des nächsten Gegeners verbringt, aber das ist ja grade das Reizvolle daran.

Zudem bin ich mittlerweile Supporter dieses Spiels geworden und kann dadurch so lustige Sachen machen, wie zum Beispiel meinem Fanklub einen Namen geben (bei mir heißen die Jungs "Kommando Vollsuff"), mein Stadion gestalten oder ein Wappen erstellen (siehe unten). Selbst wenn ich im Spiel nichts zu tun habe, weil grad die Finanzen etwas mau sind oder ich einfach auf das wöchentliche Trainingsupdate warten muss, um dann die nächste Aufstellung festzulegen, kann ich mich mit reichlich Gimmicks und Statistiken beschäftigen. Eine nette Idee die Hattrick-Community zu fördern ist das Flaggensammeln. Bei internationalen Freundschaftsspielen bekommt man die Flagge des Landes in dem man sich gerade befindet bzw des Landes aus welchem der Gegner kommt. Derzeit gibt es 112 teilnehmende Länder bei Hattrick. Es gibt also eine Menge zu tun. Vor allem, wenn man sich vornimmt, jedes Land zu besuchen und mindestens eine Mannschaft des Landes im heimischen Stadion zu empfangen. Da fällt mir grade ein, ich brauch noch einen Namen für mein Stadion. Der bisherige voreingestellte - "Buddel Rostock Arena" - ist ein bisschen öde...

Die Aufstellung für heute Abend steht schon, bleibt also genug Zeit um vielleicht noch mal an meinem aktuellen Wappen zu feilen. Es lebe die Sucht...



PS: Wenn jemand ne gute Idee für ein Wappen meiner Mannschaft oder nen coolen Stadionnamen hat, nur zu. Lasst euch nicht lumpen.

Mittwoch, September 20, 2006

Buchtipp

Wie mir "einer der letzten Romantiker und Rächer der Entnervten" bis jetzt verborgen bleiben konnte, wird mir wohl lange ein Rätsel bleiben.
Auf jeden Fall verschlinge ich seit Tagen immer wieder eine der 41 Geschichten aus "Funny van Dannen-Neues von Gott", auch weil sie die perfekte Sitzungslänge haben. Die ideale Klolektüre also.
Der Klattentext sagt: So wunderbar heitere, absurde und tiefsinnige Geschichten haben sie lange nicht mehr gelesen.
Dem kann ich ohne Abstriche zustimmen, wer also mal 7,95€ übrig hat, weil er grad Flaschen weggebracht hat oder das Buch für 2€ als Mängelexemplar in der Grabbelbox bei Kaufland findet, darf das eigentlich nicht mehr nicht mit nach hause nehmen.
Ich scheiße mal aufs Copyright und gönne euch mal eine Geschichte:


Vor Karneval

Paul hatte sich die Fische angesehen und gesagt: Die kannste alle wegschmeißen, die haben was.
Ich sagte: Quatsch, die haben nichts. Die bräuchten öfter frisches Wasser. Willst du Schokopudding?
Paul setzte sich an den Tisch. Ich geh als Söldner in den Kongo.
Mit Sahne?
Er nickte. Ich geh als Söldner in den Kongo.
Ja, Ja!, rief ich. Hab ich schon mitgekriegt, du Spinner! Bloß weil du keine Lehrstelle kriegst, brauchst du noch lange nicht makaber werden. Was macht denn die Musik?
Hiphop ist tot.
Dann macht doch was anderes, schlug ich vor. Wie wär's mit supermelodiöser, rhymthmisch vertrackter Nebenbei-Musik?
Er guckte mich gelangweilt an: Was ist denn Nebenbei-Musik?
Ein neuer Trend aus Österreich. Hab ich in der Süddeutschen Zeitung gelesen. Das ist Musik, die macht man nebenbei, ganz einfach. Man komponiert sie nebenbei, man textet nebenbei, man spielt und hört sie nebenbei.
Paul lachte. Was soll das denn?
Ich schüttelte den Kopf. Ist neu. Aus Wien. Ich hab's ja nur gelesen. Aber warum sollten wir uns nicht mal wieder von den Wienern inspirieren lassen? Die Amis sind doch längst am Ende. Das ist nur noch deprimierend, was über den Ozean kommt.
Paul hatte den Pudding verputzt. Er sah zufrieden aus. Er hatte keine Lust, sich länger mit mir zu unterhalten und fuhr ins Stadion. Es wurde dunkel. Ich warf einen Sack Maiskolben in meinen alten Punto und fuhr in den Wald.
Die Rehe warteten schon! Wo bleibst du denn?
Ich hab's total vergessen, gab ich zu. Ich habe mein Karnevalskostüm gebastelt, und das ist für mich so was wie na ja, ich falle dann in eine Art Trance, und schon sind zwei, drei Stündchen rum.
Und wir stehen hier im Schnee und frieren uns den Arsch ab, knurte ein alter Bock.
Spiegel, sagte ich. Bei Rehen heißt das Spiegel!
Und wir stehen hier im Schnee und frieren uns den Spiegel ab - Wie hört sich das denn an, du Arsch!?, brummte der Alte.
Ist das ordinäre Sprechen jetzt auch schon bei euch Tieren hip?
Kümmere dich besser um die wichtigen Sachen, wies mich eine Ricke zurecht. Wenn du den Job als Aushilfsförster annimmst, bist du für uns verantwortlich! Was sollen wir den Kitzen sagen, wenn sie vor Hunger weinen? Tut mir leid, mein Kind. Aber der Aushilfsförster ist gerade in Trance?
Schluss jetzt!, rief ich. Hier ist euer Futter! Habt euch nicht so. Ihr seid keine bedrohte Tierart. Und außerdem haben wir Menschen genug Sorgen. Ihr könnt heilfroh sein, dass wir uns so um euch kümmern.
Die Tiere hörten nicht mehr zu. Sie knabberten die Kolben.
Ich fuhr zurück auf die Landstraße und schaltete das Fernlicht ein. Es war noch früh am Abend. Zeit genug, mich weiter um mein Kostüm zu kümmern. Ich wollte als Gabelstapler gehen und als Nächstes die langen Schuhe bauen. Die Latten hatte ich schon. Warum waren die Rehe so undankbar?
O.k., der alte Förster, der nebenbei auch Bauer war, hatte sie hin und wieder mit Tiermehl gefüttert, vielleicht hatten sie BSE, doch davon wussten sie ja nichts. Die sind genauso unverschämt und unzufrieden wie viele Menschen, ging es mir durch den Kopf. Die nehmen viel zu viel als Selbstverständlichkeit. Und geben? Fehlanzeige! Die könnten ja auch mal kleine Kunststückchen lernen, Bockspringen oder Pirouetten oder Piaffen oder wie das heißt. Die Pferde können das ja auch. Und wenn ich komme, könnten sie schon rufen: Onkel Förster, guck mal! Als hätten wir Menschen nichts besseres zu tun, als Rehe über den Winter zu bringen! Ich wurde wütend und schaltete das Radio ein. Aber wichtiger wäre es von den Lebenden zu hören, sagte eine Frauenstimme. Ich drehte sofort weiter, ich wollte Musik hören! Na, endlich! Flieg mit mir nach Kalifornien. Es war eine deutsche Version des Albert-Hammond-Hits "It never rains in Southern California", und bei Kalifornien musste ich an Silicon Valley denken. Einige Tage vorher hatte ich einen Fernsehbericht über einige Leute dort gesehen, und da war eine französische Unternehmerin gefragt worden, wie viel Geld, salopp gesagt, denn da hinter ihr am Tisch säße? Da saßen sechs oder sieben Männer, und sie meinte: 50-100 Milliarden, ich weiß nicht mehr, ob Dollar oder Mark. Und ich muss mich als Aushilfsförster von frechen Rehen beschimpfen lassen! Ich machte das Radio aus, und wenn ich in dieser Nacht mein Kostüm nicht gehabt hätte, wär ich im Puff gelandet. Und das bei meinen Schulden!