Es geht schon wieder los
Der Geruch von Bratwurst in der Nase und der leicht schale Geschmack von Fassbier auf der Zunge ist doch fast so schön wie der Kuss einer wunderschönen Frau. 
Heute begann mit dem Spiel des Verbandsliga Aufsteigers Lichterfelder FC Berlin 1892 und Türkiyemspor Berlin die Oberligasaison 2006/2007. Vor 228 zahlenden Zuschauern endete eine recht nett anzuschauende Partie 2:2.
Trotz eines kleinen Malheurs am U-Bahnhof Rathaus Steglitz (ich habe vor lauter Bushaltestellen nicht die richtige gefunden), kam ich rechtzeitig zum Anpfiff ins Stadion Lichterfelde. Nach der obligatorischen Stadionrunde steuerte ich, wie ferngesteuert, die Bierfrau an. Ich hatte mich schließlich zu hause erst mit 4 Bier warmgemacht und der Abend war noch lang.
Das Leichtathletikstadion liegt direkt vor einer Bushaltestelle, also wunderbar zu erreichen. Im Stadioninneren gibt es außer einer alten Haupttribüne, die mich etwas an Wismar erinnert, nicht viel zu sehen. Das soll nun nicht heißen, dass der Ground vollkommen langweilig ist. Er hat schon seinen gewissen Charme, wenn man auf der Tribüne sitzt und dann die Menschen um einen herum betrachtet. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich mich fast gepackt hätte als ich die steilen Stufen erklomm. Dabei hab ich natürlich etwas von meinem Bier verschüttet und prompt ein paar doofe Sprüche kassiert. Fussball ist doch immer wieder schön.
Als ich mich nach diesem kleinen Missgeschick umdrehte, stand es auch schon 1:0 für die Gäste. Ich habe keine Ahnung, wer das Tor geschossen hat und wie es viel, aber nun wusste ich, dass Türkiyem in Schwarz-Weiß spielte, schließlich ist sogar das türkische Mütterchen aus der Großfamilie zum Jubeln aufgesprungen. Von der Tribüne aus sah ich dann auch noch das 2:0 durch einen berechtigten Foulelfmeter und kurz danach waren die ersten 45 Minuten dieser Saison auch schon vorbei. Wie schnell das doch alles geht?! Den Anschlusstreffer für den Aufsteiger verpasste ich aufgrund eines kleines Boxenstops und so beschloss ich die restliche Spielzeit nicht auf der Haupttribüne zu verbringen, wo der eine oder andere Pfeiler meine Sicht versperrte, sondern stellte mich auf den befestigten Erdwall, der rund um das Stadion verläuft. So enstand dann auch kurz vor Ende des Spiels das folgende Bild. Das ich nur aus einem Grund hier reingestellt habe. Es ist das erste Foto, das ich je von einem Tor machen konnte, auch wenn es doch sehr verschwommen ist.

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