Sonntag, Juli 01, 2007

Paddeltour

Am Pfingstwochenende machten Bine, Daniel, Nils und meine Wenigkeit eine kleine Rundfahrt über die Mecklenburger Seenplatte. Unser 44 km langer Weg begann Sonnabend beim Kanuverleih Pack & Paddel in Fleether Mühle, über den Vilzsee gings zur Schleuse Diemitz. Da konnte ich mich das erste Mal stärken, schließlich waren wir schon eine halbe Stunde unterwegs. Weiter gings über den Labussee nach Canow zum Mittagessen. Es gab geräucherten Wels und ein großes Helles. Dann gings weiter Richtung Schleuse Strasen. Kurz vor der Schleuse machten wir noch einen Stop, schön mit Kaffee trinken und rauchen auf der Wiese. Freiheit pur. Nils nutzte die Gelegenheit um schwimmen zu gehen. Auf dem Ellbogensee, knapp 500 m vor unserem Tagesziel Priepert, zog nochmal ein heftiges Gewitter auf. Da unsere Sachen gut verpackt waren, blieb aber das wichtiges trocken und so ließen wir den Tag gemütlich auf dem Zeltplatz ausklingen. Die erste Etappe hatte eine Länge von 18 km und war somit die längste der gesamten Tour.



Am nächsten Tag machten wir uns gegen Mittag auf den Weg Richtung Wesenberg. Zunächst paddelten wir ohne Umwege über den Grossen Priepertsee und den Wagnitzsee bis zur Ahrensberger Hausbrücke und dem Drewensee. Dort fanden wir, dank des durch Nieselregen und Luftkampf zwischen 2 Möwen und eines Falken abgelenkten, karteninhabenden Skippers, nicht den Abzweig in die Obere-Havel-Wasserstrasse. Nachdem dieser kleiner Fauxpas (2km Umweg) ausgeräumt war und wir dadurch noch einen Reiher am Ufer sichteten, setzten wir unseren Weg wieder zielgerichteter fort. Wir machten wir noch ein kleines Päuschen in der Wasserstraße, wo wir auf 3 Angler stießen, die bisher keinen Platz gefunden hatten und dann warteten bis wir weg waren. Übrigens ging Nils wieder einmal schwimmen. Ich glaube, es war bereits das dritte Mal auf dieser Fahrt. Danach ging es durch die urige und idyllische Schwaanhavel und über den Plätlinsee zu unserem 2. Lager in Wustrow. An diesem Tag paddelten wir 16 km, den Umweg miteingerechnet. Wir waren so ziemlich die Letzten, die auf dem Zeltplatz ankamen, von all den Paddlern, die an diesem Wochenende unterwegs waren. War uns aber egal. Wir bauten unser Lager auf, spannten nach dem Essen noch eine Plane zwischen die Zelte, um dem Regen, der noch kam, zu trotzen und ließen Bier, Wein und Pfeffi durch unsere Kehlen fließen.

Am letzten Tag, Pfingstmontag, paddelten wir noch ganz gemütlich über Klenzsee, Gobenowsee und Rätzsee bis wir schließlich wieder Fleether Mühle erreichten. Die dritte Tagesstrecke war mit 12 km die kürzeste und somit machten wir nur eine große Pause an einer chilligen Waldlichtung, wo eine von ABM-Kräften gezimmerte Holzbrücke über das Wasser führte. Während Nils auf der besagten Brücke ein Nickerchen machte, gewann ich ein neuen Freund. Erst setzte sich diese kleine Libellenart auf meine Mütze und dann konnte ich es nicht mal mehr vom Finger schütteln, was zu Heiterkeit bei meinen Gefährten führte.



Es war ein wunderschönes Wochenende, das nach Wiederholung schreit. Auch wenn wir nicht immer Glück mit dem Wetter hatten, haben wir doch das Beste daraus gemacht.

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