Anderes Spiel, anderes Kreuz.
Also musste Plan B greifen und Stadion Platz 11 dran glauben. Mit der Drittliga-Begegnung des SV Werder Bremen/II gegen den FC Rot Weiß Erfurt konnte nun auch diese Spielwiese endlich mal gekreuzt werden. Die Sportanlage im Schatten des Weserstadions war schnell gefunden, mein Zeitfenster weit geöffnet, also schnell noch auf dem Nebenplatz mit Kunstrasengeläuf und ohne nennenswerten Ausbau die Partie der U15 Junioren von Bremen und St. Pauli verfolgt. Nach der 1. HZ das Fazit: die Bremer Jungspunde spielerisch und athletischer klar im Vorteil, mit 4:0 verdient in Führung, reicht.
Nun also Drittliga-Fußball. Stadion Platz 11 wie erwartet ohne jeglichen Charme. Eine Laufbahn soweit das Auge reicht, ein Käfig für wen auch immer im Kurvenbereich, ein paar Betonstufen auf der Gegengeraden, eine kleine überdachte Sitzplatzvariante in Grün und Weiß gegenüber. Das Spiel beginnt dann mit 15 min Verspätung, da lt. Durchsage noch nicht alle Gästefans anwesend wären. Aus Fansicht ein feiner Zug. Bis zum Ende der 1. HZ waren schließlich rund 150 Thüringer eingetrudelt, darunter auch rund 30 – 35 Ultraorientierte. Die frönten im 2. Durchgang der Oben-ohne-Sucht und spulten ihr Programm ab. Auf Bremer Seite außer Anwesenheit nichts.
Spielerisch wurde dagegen aber einiges geboten. Ein Elfmeter der keiner war und auch noch glücklich verwandelt wurde. Postwendend dann der Ausgleich für Rot-Weiß begünstigt durch einen Stellungsfehler vom Torwart. Zur Krönung noch ein sehenswerter Treffer von Addy-Waku Menga. Er kann es also doch. Danach aber ein immer uninteressanter werdendes Spiel und man vertrieb sich zusammen mit einer Autobesatzung von HPH lieber die Zeit mit Fußballfachsimpelei. Nach Abpfiff freute sich der Schütze des Siegtores dann noch sichtlich über einen bunten Gruß aus HRO. Kleben nicht vergessen Addy. Stadion Platz 11 endlich gekreuzt. Oberneuland muss immer noch auf meinen Besuch warten.

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