Donnerstag, September 13, 2007

9 Live



Freitag, September 07, 2007

Gastbeitrag vom Fußballjunky

Eigentlich sollte Peter der dritte Schreiber für dieses Blog werden. Leider haben wir es noch nicht richtig hinbekommen, ihn hier einzubinden. Deshalb kommt sein 2. Beitrag (der erste ist hier zu finden) auf diesem Wege. Seine Fotos sind noch beim Entwickeln, daher keine Bilder an dieser Stelle, aber vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt. Jetzt aber erstmal viel Spaß mit diesem lesenswerten Bericht.

So. 02.09.07 FC Basel - FC Thun 2:1 !

Da die Kogge an diesem Wochenende im heimischen Ostsseestadion auf Punktejagd ging, führte meine Fußballreise diesmal ins benachbarte Ausland auf die andere Seite des Rheins. Dieser Ausflug stand unter dem Motto: EM-Stadion-Test, JETZT! Warum sollte man bis zum Sommer des Jahres 2008 warten bis man in den Genuss des Fußballstadions von Basel kommt, wo einerseits die Chancen auf ein Ticket auf dem offiziellen Weg eh gering wären und anderseits einen die Stimmung während eines Europameisterschaftspiel vermutlich auch nicht von seiner Sitzschale reißen wird. Somit ging es begleitet von den Nachwirkungen einer Geburtstagsparty und einer kurzen Nacht am frühen Sonntagmorgen ab Richtung Bahnhof. Die Hinfahrt gestaltete sich dabei recht kurzweilig. Unterwegs bevölkerten lediglich wieder unzählige Rentnerwandergruppen die Züge, um anschließend an komisch klingenden Orten wie eine wilde Herde in die Botanik auszuschwärmen. Und beim Umstieg in KA war zu so frühem Zeitpunkt auch noch nichts zu spüren von irgendeinem Fußballderby an diesem Abend, auf welches man in Baden/Schwaben anscheinend so lange warten musste; weder Späher noch Policija zeigten Präsenz. Aber das nur am Rande, für mich ging`s weiter mit der Bahn durch Badische Hinterland bis man pünktlich zum Mittagstee in Basel aufschlug.

Nach einer kurzen Stärkung ging`s ab zum Stadion, der Weg vom Bahnhof zum heutigen Objekt der Begierde war dabei in einem gemütlichen halbstündigen Fußmarsch bewältigt. Das Stadion selbst liegt im St.-Jakob-Park, wo sich unter anderem auch noch eine Veranstaltungshalle befindet. Doch ohne die gute Ausschilderung wäre man vermutlich daran vorbeigelaufen, da das St.-Jakob-Stadion von außen als solches nicht unbedingt erkennbar war. Lediglich die Tatsache der vielen anwesenden Fußballfans, ließen einen vermuten, das sich in dem Gemäuer außer einem Shoppingcenter, einem Fitnessstudio und einem Fanshop auch noch ein Fußballstadion befindet. Schöne neue Fußballkommerzwelt. Verkehrstechnisch gibt es dagegen nicht zu meckern, das Stadion ist dank guter Ausschilderung sowohl mit Auto, als auch dank S-Bahnhaltestelle direkt hinter der Gegentribühne für alle Fußlahmen gut zu erreichen. Also ging`s hinein in die gute Stube auf die Hintertortribühne.

Die Heimkurve war zu Spielbeginn sehr ordentlich gefüllt und die Zaunbeflaggung war recht ansehnlich. Der Heimsupport konnte abgesehen von der ersten viertel Stunde nur phasenweise überzeugen, liegt aber sicherlich auch daran, dass meistens nur die Hälfte der Kurve bei den Gesangseinlagen mitgezogen hatte. Der Funke sprang so natürlich nur selten auf den Rest des St.-Jakob-Stadions über, lediglich ein paar Klatscheinlagen waren als Fan-/Tribünenübergreifender Support erkennbar. Das Spiel an sich war in der ersten HZ recht ansehnlich. Der FC Basel war wie es so schön heißt Feldüberlegen und hatte mehr Spielanteile, konnte sich jedoch lediglich mit einem 1:0 zum Pausentee verabschieden. In der 2. HZ plätscherte das Match dann vor sich hin bis ein Glücksschuss des Thuners Faye in der 70. min den Ausgleich brachte und es noch mal spannend wurde. In der Nachspielzeit dann der Siegtreffer durch Chipperfield nach Vorarbeit von Stolper-Streller. Die Zuschauer klatschten artig Beifall und der Schiri beendete die Partie. Letztendlich konnte der Auftritt der Basler auf dem Rasen und auch auf den Rängen nicht wirklich überzeugen. Zumindest die Anzahl der zahlenden Kundschaft war mit rund 22.100 Anwesenden für Schweizer Verhältnisse sehr ordentlich. Der Gast aus Thun wurde beim heutigen Kick von rund 50 Unentwegten unterstützt. Sicherlich ist Masse nicht gleich Klasse, aber der Gästesupport mutierte irgendwie zum Kampf gegen die Windmühlen. Dieser Kampf ging an diesem Nachmittag aufgrund der übrigen Anzahl Fußballinteressierter relativ schnell verloren und man stellte nach rund 20 Minuten jegliche Art von Support ein. Lediglich ein gelegentliches Schwenken von 3 Fahnen hinter den 2 Zauntransparenten konnte noch wahrgenommen werden. Erheiternd dagegen die 3 Sportsfreunde im Gästeblock, welche nach dem Ausgleichstreffer bei der Zaunerstürmung ihren Meister aus Stahl fanden. Der Zaun blieb standhaft, schüttelte seine vermeintlichen Bezwinger wieder ab und die Herrschaften nahmen artig auf ihren Sitzschalen Platz. Trotz allem ein recht unterhaltsamer Ausflug in die schicke EM-Spielstätte von Basel; allen Fußball-Event-Interessierten viel Glück bei der Ticketvergabe für ein Europameisterschaftsspiel im nächsten Jahr und die Hoffnung, das die mit einem sehr nervigen Klingelton hinterlegte auf der Videowand aufleuchtende Torschussgeschwindigkeitsmessanzeige keine Nachahmer findet. Was nützt einem Fußballfan die Information, dass Spieler XY gerade mit 107 km/h den Spielball übers Gehäuse geballert hat?

HaSuBaWü

Samstag, September 01, 2007

Verpfiffenes Spiel

Ich habe seit langem nicht mehr ein Spiel gesehen, dass so von den Entscheidungen des Schiedsrichters gelebt hat wie das heutige zwischen dem Ludwigsfelder FC und der TSG Neustrelitz, aber immer der Reihe nach.

Zunächst war ich zum ersten Mal in meinem Leben froh, dass die Bahn - die bekanntlich des Öfteren zu spät kommt - es auch heute tat. Was sich danach allerdings in der Bahn abspielte war unbeschreiblich. Fahrräder und Fahrgäste quetschten sich in die paar Waggons, die für die Strecke Rostock - Falkenberg zur Verfügung gestellt wurden. Immer wieder hörte man Sätze wie: "Ich muss an der nächsten Haltestelle raus." und "Ich will da jetzt durch." Selbst am Berliner Hauptbahnhof wurde die Sache nicht besser, obwohl viele Leute den Zug verließen. Und so kam ich mit 12 Minuten Verspätung in Ludwigsfelde an. Leider fand ich das Stadion nicht sofort und so verpasste ich ca 20 Minuten der ersten Halbzeit. Allerdings stand es immer noch 0:0.

Im Waldstadion zu Ludwigsfelde genehmigte ich mir dann erstmal ein Bier zur Entspannung von den bisherigen Strapazen. Nach ca. 30 Minuten dann der erste Aufreger. Der letzte Mann der Neustreltzer bringt seinen Gegenspieler zu Fall, ein Pfiff ertönt, aber jegliche Karte bleibt stecken. Schon da wurde mir klar: der Mann in hellgelb hat es nicht drauf oder gestern abend zu tief ins Glas geguckt. Und so nahm das schreckliche Spiel seinen Lauf. Pfiff um Pfiff ertönte. Kein Spielfluss. In der zweiten Halbzeit habe ich dann bei der fünften gelben Karte aufgehört zu zählen. Es folgte noch eine rote Karte gegen Ludwigsfelde wegen Nachtretens, die sicherlich vertretbar war, aber ein Handspiel im Strafraum der Neustrelitzer blieb ungeahndet. So wie diese Entscheidungen blieben auch viele andere Aktionen des Schiris nicht nachvollziehbar. Und so kam es gegen Ende des Spiels dazu, dass ein Fan, der schon mehrmals zum Zaun rannte, um den Unparteiischen über seine Fehler aufzuklären, wutschnaubend das Stadion verließ. Während dieser dies noch freiwillig tat, musste der Trainer des LFC erst noch dazu aufgefordert werden. Er war so über die Leistung des Schiris erzürnt, dass er seinem Ärger lauthals Luft verschaffte und prompt auf die Tribüne verwiesen wurde. So etwas habe ich zum ersten Mal in einer Oberligapartie gesehen. Und ich dachte immer, dass es das nur im Profifussball gibt.

Am Ende stand das 0:0 vor ca 200 Zuschauern und ein klares Resümee des Stadionsprechers: "Auch Schiedsrichter haben ihre schlechten Tage." Alle waren sich einig, dass der Schiri der Buhmann des Spiels war. Er hat zwar keine Seite bevorteilt, aber für alle gleich beschissen gepfiffen.






Das Stadion (7500 Plätze) ist ganz nett. Aber durch die Laufbahn und den merkwürdigen Feldweg auf der Gegengeraden sind die Tribünen doch etwas weit vom Platz entfernt. Sehr schön allerdings anzusehen war der Sprecherturm mit der manuell bedienbaren Anzeigetafel, die am heutigen Tage leider ungenutzt blieb.

Mittwoch, August 29, 2007

Ich hasse Äppelwoi

Ursprünglich wollten wir die weite Reise in die Äppelwoi-Region zu viert antreten. Durch einen kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfall machten nur Capu, Steffen und meine Wenigkeit sich auf die Reise. Die Hinfahrt gestaltete sich trotz 5 Uhr Abfahrtszeit in NB doch recht amüsant. Kumpel Goldi machte natürlich wieder einmal schon weit vor dem Ziel schlapp und so ließen wir das gute Polenbier durch unsere von der glühenden Sonne ausgetrockneten Kehlen fließen.

In Frankfurt angekommen, suchten wir erst vergeblich nach einem geeigneten Parkplatz und als wir diesen endlich fanden, warteten wir noch gute 2 Stunden auf die Süddeutschland-Crew. Gemeinsam ging es dann zum Stadion. Mit Entsetzen musste ich dann feststellen, dass sich auch hier die Mode mit aufladbaren Karten für das Bezahlen von Speisen und Getränken längst etabliert hatte. Nun gut. Wenigstens konnte man einem Einheimischen die Umständlichkeit dieses Systems für Auswärtsfans erklären, was aber nichts an der Sache ändern wird.

Das Frankfurter Waldstadion war mit 44400 Zuschauern gut gefüllt und hinterließ einen ordentlichen Eindruck. Allerdings gefiel mir die Videowürfelkonstruktion überhaupt nicht. Dafür wußte der komplette Frankfurtblock bei der Hüpfaktion sehr zu gefallen. Zum Spiel gebe ich keinen großen Kommentar ab. Wenn Leute meinen, dies wäre die bisher beste Saisonleistung gewesen, na dann Gute Nacht Hansa. Nach 2 Minuten sich ein dämliches Ding einfangen, danach keine Ideen vernünftig nach vorne zu spielen, zu wenig Chancen und wenn schon welche, dann kläglich gescheitert. Wer da nach dem Spiel noch Klatschen kann, hat scheinbar ein anderes Spiel gesehen. Aber naja.

Im Kopf bleibt der schöne Gesang aus der 2. Halbzeit. "Wir haben bezahlt, wir drehn jetzt durch!"






Dienstag, August 21, 2007

Wir kamen, sahen und verloren

Wie erwartet hat Hansa das Auftaktspiel zur Bundesligasaison 07/08 gegen Bayern verloren. Vor ausverkauftem Haus hatten die Mannen in Blau nicht den Hauch einer Chance und gingen sang- und klanglos mit 0:3 unter. Aber wir hatten Dank Suff und Grillen vor dem Parkhaus trotzdem gute Laune. Daran konnten uns auch nicht die Parkhauswächter hindern, die unser gemütliches Sit-In im Parkhaus auf 2 Stellflächen versuchten zu stören. Ich weiß allerdings immer noch nicht, wie man auf die bekloppte Idee kommt, eine Mottofahrt in Unterhemden zu machen.
Im Übrigen war das gemietete Mobil mit dem Stern vorne drauf wieder einmal erste Sahne.

Donnerstag, August 16, 2007

Fotos zur Saarland-Tour

Endlich sind sie da. Die Fotos zum verhergehenden Bericht. Lehnt euch zurück und geniesst die Diashow.

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Donnerstag, August 09, 2007

Unterwegs mit Freunden

Bevor das neue Wochenende startet, möchte ich das vergangene kurz noch einmal zusammenfassen.

Es hieß, wir machen die Tour mit nem Passat. Die Truppe fuhr dann allerdings in einem netten E-Klasse Kombi in Potsdam vor. Nach kurzem High Five gings dann auch schon auf der Autobahn durch die Nacht ins Saarland. Unterwegs wurden ein paar Raststätten besudelt und so kam man am frühen Morgen bei Sonnenschein an. Zunächst wurde das leere Stadion zu Homburg besichtigt - inklusive Platzbegehung, versteht sich von selbst. Danach gings auf zur örtlichen Kaufhalle Nachschub holen. Wieder am Stadion angekommen machten es sich 60% der Reisetruppe Sonnenschein im Gras neben dem Auto gemütlich, während die restlichen 2 Verirrten das Vereinslokal aufsuchten. Nähere Informationen zu diesem Abstecher bringe ich an dieser Stelle aber nicht. Das würde alles zu viel werden. Was haben wir gelacht?

Dann war es endlich soweit, der FC 08 Homburg-Saar spielte vor 650 Zuschauern gegen den FV Engers im heimischen Waldstadion (24000 Plätze). Nach 1:0 Führung der Gäste konnten die Homburger allerdings noch das Blatt wenden und am Ende stand es 2:1. Insgesamt war das Spiel recht nett anzuschauen, aber auch nicht mehr und nicht weniger. Oberligakick halt. Supporttechnisch nervte der 3-Mann-Anhang der Gäste dermaßen, dass ich mehrmals die Flucht zum Bierstand antreten musste. Allerdings waren die durch ihr permanentes Trommeln immernoch lauter als der Heimblock. Witzig der Homburg-Fan, der sich zu uns setzte und uns in die Geschichte seines Vereins, des Stadions und der Fans einweihte. Interessant, aber nicht wiedergebbar.

Nun machten wir uns auf den Weg ins 22 km entfernte Elversberg, wo das eigentliche Ziel unserer Reise lag. Aber war nicht der Weg das Ziel?!
Der DFB-Pokal und seinen eigenen Gesetze, hatte an diesem Abend keine besondere Wirkung. Hansa, als Favorit, erspielte sich ein locker flockiges 8:0 gegen den Oberligisten SV Hasborn-Dautweiler vor 4500 Zuschauern im Waldstadion an der Kaiserlinde (5000 Plätze). Ich höre immernoch die Gesänge nach den Toren: "Ostseestadion...seit 1954 Tradition" Schön wars, wenn auch ein wenig zu warm in der Sonne.

Nach dieser bis zur letzten Minute spannenden Partie sollte es weitergehen. Aber wohin? Nach kurzer Diskussion wurde das ursprüngliche Ziel Gera wieder ins Auge gefasst. Vorher allerdings verbrachten wir die Nacht im Auto auf der heiß geliebten Autobahn oder vor Stadien in Kaiserslautern und Frankfurt. Morgens um 6 Uhr dann das erste Highlight. Mäckes macht auf und wir rein. Yeah. Tat das gut. Nichts gegen den Kartoffelsalat von Chrischis Mutti, aber was Warmes im Magen war auch mal wieder ganz schön nach der vielen Bratwurst im Stadion, wo immer so wenig Senf drauf war. Ich weiß gar nicht wo der sich immer hinverflüchtigte. Mehr wird an dieser Stelle aber nicht verraten. Im Übrigen macht die Wartburg sonntags um 8:30 Uhr auf. Ja ja, ein bisschen Kultur muss eben auch sein. Und vom Aussichtsturm hat bei Sonnenschein eine herrliche Aussicht.

Nun sollte aber endlich Gera in Angriff genommen werden. Man erreichte das Stadion so rechtzeitig, dass der Schreiberling noch ein kleines schnarchendes Nickerchen auf der Wiese vor dem Gästeeingang abhalten konnte. Das Stadion der Freundschaft zu Gera fasst 15900 Zuschauer und zu diesem Thüringer Derby im DFB-Pokal zwischen dem 1. FC Gera 03 und dem FC Carl-Zeiss-Jena waren 8200 zahlende Zuschauer anwesend. Zum Spielverlauf kann ich wirklich nicht mehr viel sagen, da mir das Bier und die Sonne doch immer mehr zu schaffen machten. 3 Sachen weiß ich allerdings noch: 1. Jena war die bessere Mannschaft, 2. Gera hat gamnz gut dagegen, aber trotzdem 3:0 verloren und 3. war der Support der Jenaer der Beste an diesem Wochenende.

Als man Stunden später erschöpft, übermüdet und besoffen in Oranienburg ankam, um meinereiner rauszuschmeißen waren sich alle einig: 2 Tage, 3 Grounds, ein bisschen Kultur und jede Menge Anekdoten zum erzählen (ich könnte hier noch viel mehr schreiben, aber das artet dann echt aus. Ist es vielleicht schon.) So ein Trip wird schwer zu toppen sein.

PS: Aus technischen Gründen konnte ich die Bilder bisher nicht auf meinen Rechner ziehen. Sie werden aber nachgereicht.