Donnerstag, März 19, 2009

Manga-Manie u. Kategorie C.

Für mich war es mal wieder Zeit für einen Kurztrip in die einzig wahre Hansestadt. Dank DFB, DFL und wer sonst noch so alles über Ansetzungen von Fußballspielen entscheidet war der Termin schnell gefunden. Dank Hansafreunden aus Nah und Fern sollte der Ausflug recht unterhaltsam werden. Vom Süden der Republik ging es am Samstag in aller Früh erstmal mit dem allseits beliebten WET Richtung Fränkische Lebkuchenhochburg. DieReisegruppe mit Floriansen, Jensen und Juliansen erweitert und weiter, immer weiter in Richtung "dort wo keine Sonne scheint". Punkt 12 dann Ankunft unsererseits in KMS. Auf die Schnelle noch aufgetankt und den Stadtplan studiert, das Empfangskomitee in Schwarz, Grün, Blau wartete schließlich schon. Zusammen mit weiteren rund 50 Guten aus Norddeutschland begleitete ein das Empfangskomitee dann durch die Straßen der Stadt Richtung Stadion an der Gellertstraße. Hansagesänge schallten lautstark durch die Gassen, die örtliche KC gaffte am Wegesrand.
Das Stadion an der Gellertstraße ein Stehplatztraum in Betongrau und Trennzaunblau. Auf der Längsseite eine kleine überdachte Haupttribüne mit Sitzschalen in Grün, Weiß, Rot. Der Charme von vergangenen DDR-Oberligaklassikern war irgendwie spürbar. Doch die Realität sah an diesem Nachmittag anders aus. Hansa`s 2. Mannschaft erinnerte einen irgendwie an die Profis. Anfangs war man optisch und spielerisch überlegen, durch eine Rote Karte für den CFC vermeintlich im Vorteil, ein dummes Gegentor vor der Halbzeit und der Spielfluss war ganz dahin. Ab Mitte der 2. Halbzeit ein immer langweiliger werdender Kick der mit einem weiteren Tor für Himmelblau endete. Der Support während des Spiels auf beiden Seiten durchaus ausbaufähig. Zumindest wenn man mal von den geistreichen Ergüssen Ewiggestriger hinter dem Trennzaun zum Gästeblock absieht. Äußerungen wie "Nationaler Chemnitzer FC" sorgten beim Rest nur für Kopfschütteln.

Nach dem Kick ging es in Begleitung von Team Schwarz, Grün, Blau wieder durch die Straßen der Stadt Richtung Bahnhof. Diesmal gaffte die örtliche KC nicht nur, sondern war gut in Bewegung. Die Begleiter hatten aber alles im Griff und waren gut zu Fuß unterwegs. Am Bahnhof noch ein kurzer Verpflegungsstopp und der Trip führte weiter Richtung Norden. In der sächsischen Messestadt angekommen, dann klare Anweisung vom Oberaufseher dass keiner die Bahnhofshalle betreten darf. So wurde man schließlich von den Begleitern bis zur Weiterfahrt nach Lutherstadt fast eine Stunde lang im Verbindungstunnel zwischen den Bahnsteigen festgesetzt. KeineVerpflegung, dafür einen dicken Hals. Ab Messebahnhof dann die totale Überfüllung im Zug mit Pubertären Schaufensterpüppchen. Fasching war gestern. Manga-Manie auf der Buchmesse. Für die Sportbegeisterten gab es zum Glück einen separaten Waggon. Darf es ein Sitzplatz mehr sein? Zur Abendunterhaltung dann noch eine schicke Kassenrollenaktion im Zug, Fußballfachsimpelei bis einem die Augen zu fielen und gegen halb 12 waren für einen ganz normalen Samstag mal wieder genügend Bahnkilometer heruntergerissen worden und die Herbergseltern in spe nahmen einen in der Hansestadt schließlich in Empfang.

1 Kommentar:

Akiem hat gesagt…

Endlich hast du Chemnitz gemacht. Glückwunsch, dass es diesmal keine Probleme gab.
Wieder mal ein sehr schöner Bericht. "Fasching war gestern." - ich muss immer noch lachen. Danke.