Freitag, März 13, 2009

St. Pauli und drumherum.

Dem geneigten Leser soll hier zumindest nicht der visuelle Eindruck vom kürzlichen Ausflug in Hansestadt an der Alster vorenthalten werden. Das Erlebte rund um das "Nachbarschaftduell" St. Pauli gegen unseren FC Hansa in Worte zufassen fällt mir ausgesprochen schwer. Diesmal also nur in aller Kürze:

Am Freitag Vormittag ging es für die Süddeutschen Exil-Hanseaten zu Neunt mit Opel`s neustem Transportermodell auf gen Hamburg. Der Kofferraum gut gefüllt mit Kistenweise Bier. Die Jukebox läuft mit Schlagerhits, Best of 80`s und JBO auf Hochtouren. Die Gutscheine für Pinkelpausen finden reißenden Absatz. Gegen 4 das Gefährt in Harburg in einer dunklen Ecke abgestellt und ab ging es mit der Bahn zum Millerntor. Am Einlass zum Gästeblock chaotische Zustände weil Ordner und Polizei keinen Plan haben. Unter großem Gedränge war man dann mit der Masse im Stadion ohne Kontrolle und Karte vorzeigen.
Zum Spiel möchte ich keine Worte verlieren. Jedes wäre zuviel. Ein Spiel mit 2 Toren Vorsprung aus der Hand zugeben schafft wohl momentan nur der FCH. Das Für und Wieder der Pyroaktion abzuwägen überlasse ich jedem selbst. Dies von Presse, Funk und Fernsehen mit "Gewalt und Ausschreitungen" gleichzusetzen bleibt mir jedoch unbegreiflich. Der Support auf Hansa-Seite wieder mal geschlossen und lautstark. Die Spruchbänder auf Pauli-Seite dafür an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Achso Weltoffen wie sie immer tun sind sie gar nicht. Nach dem Spiel dann nur noch Fassungslosigkeit über das Dargebotene auf dem Rasen. Draußen vor den Toren des Gästeblocks sammelte sich derweil der Heimpöbel und die Medienvertreter bekamen nun auch ihre erhofften Ausschreitungen. Ja ist denn schon wieder Silvester? Ja heute schon geduscht? Ein Lob hierfür an den Veranstalter für den tollen Freitagabend Termin. Und die Hansafans waren wieder der Buh-Mann. Schon klar, die Bilder lügen.
Danach ging es für uns weiter gen Harburg und mit dem Opel-Blitz nach Bookholzberg. Das Abendessen wartete. Grünkohl mit Pinkel standen auf dem Tisch. Nach der ein oder anderen Bierrunde hatte bis zum Morgengrauen dann auch der letzte die Horizontale gefunden. Am nächsten Morgen dann einmal das große Frühstücksbuffet bitte. Und weiter ging es in Sachen Fußball.

Das Viertliga-Spiel der Sportfreunde Lotte gegen den Fohlennachwuchs aus M`gladbach stand auf unserem Programmzettel. Das Stadion am Lotter-Kreuz eine kleine, gemütliche Fußballoase. Die Zuspruch von 800 Anwesenden für eine Kleinstadt mit nicht einmal 12.000 Einwohnern recht ordentlich. Das Spiel eins von der besseren Sorte. Drei Tore für die Heimmanschaft gab es auch zu bestaunen. Nach dem Spiel noch ein kurzer Plausch mit der örtlichen Stadtjugend und für uns ging es wieder zurück gen Süden.

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