Donnerstag, August 02, 2007

Ein Baguette, Sie zu knechten

Neulich hatte ich ein klein wenig Lust auf Schweinereien und so machte ich mir ein extra ordinäres Sandwich. Zunächst wurde das ca 50 cm lange Baguette längs geteilt, dann die Unterseite mit selbstgemachter Knoblauchbutter bestrichen und danach folgten eine Schicht Käse, Gurken und Tomaten. Darüber fix Kräutersalz und weiter ging es mit Kochschinken und Salatblättern. Auf die Oberseite kam nur noch Ketchup und Chilisenf zum Einsatz und schon konnte das Baguette zugeklappt und verspeist werden.

Ich muss sagen, es hat sich sehr tapfer gewehrt. Aber am Ende, es waren mittlerweile 3 Stunden seit der Fertigstellung in der Küche vergangen, habe ich gesiegt. So voll gefressen kann man einen Abend beim Kickern wirklich gut überstehen. Übrigens habe ich nach dieser Essensschlacht für die nächsten 12 Stunden nichts mehr gegessen. Dann gab es Frühstück.

Vorher:


Nachher:

Donnerstag, Juli 19, 2007

Wien Away - Der Bericht

Peters Bericht aus dem alten Forum:

Wiener G`schichten oder ein Fußballspiel mit Nebenwirkungen !

Nun ist es schon wieder fast 7 Wochen her, das man Augenzeuge eines besonderen Spiels im mittlerweile ehemaligen Ostseestadion wurde, in dem unser ruhmreicher FC Hansa wieder die große Fußballbühne erklommen hatte. Am Ende eines begeisternden Spiels und einer einmaligen Stimmungskulisse hieß es schließlich "Die Kogge ist zurück"! Doch nun war erstmal Sommerpause angesagt. Im Fandasein würde ich es wohl als die schlimmste Zeitepoche beschreiben. Was bleibt bis unsere (neuen) Helden in Weiß und Blau das Fußballoberhaus erstürmen, ist die Ernüchterung, sich bis zum Saisonstart im August mit Testkicks zufrieden zu geben, welche über den heimischen Fernseher flimmern. Aber zum Glück hat die UEFA den UI-Cup erfunden. Die Sommerpause bekam wieder einen Sinn, der Fußball war wieder zurück. Dank einer glücklichen Auslosung der Spielbegegnungen im diesjährigen UI-Cup sollte es zu einer Art Lokalderby zwischen dem SK Rapid Wien und dem SK Slovan Bratislava kommen. Ein Spiel zwischen zwei Aushängeschildern ihres Landes, sowohl im sportlichen, als auch im fantechnischen Bereich (diese Meinung ist natürlich rein subjektiv). Das sollte also die große Internationale Fußballbühne sein. Man war gespannt und die Mission Europacup konnte beginnen.

Als fahrbarer Untersatz wurde diesmal die Eurolines in Anspruch genommen. Das hieß zwar wenig Schlaf, womöglich nervende Mitfahrer, jedoch im Gegensatz zur Deutschen Bahn eine wesentlich günstigere Preisalternative und vor allem keine unnötige Panik wegen verpasster Anschlusszüge, falls derzeit überhaupt Züge fahren sollten. Also ging’s ab zum Einschecken am Busbahnhof, Tickets : Zeigen, Gepäck : Nein, Ab in Bus, Erste Reihe : Setzen, Tür zu : Abfahrt, Plop: das Bier schmeckt! Nach einem kurzen Nickerchen, Augen auf, aha die Münchner Allianz-Arena war erreicht. Eigentlich nicht besonderes für einen Fußballfan (wer schon mal drinnen war wird wissen wie`s gemeint ist), aber andere unbelehrbare Mitreisende konnten dem Charme dieses Konsumtempels nicht widerstehen und somit wurde kurzerhand alles aus den Taschen gezaubert was irgendwie Fotos oder Filme machen konnte. Mit dem Gedanken im kommenden August unseren FC Hansa in diesem Schwimmreifen zum Sieg brüllen zu können verabschiedete man sich
wieder ins Traumland.

Nach einer kurzweiligen Fahrt über die Österreichische Autobahnpiste wurde man schließlich am frühen Samstagmorgen freundlich, aber bestimmt durch eine kurze und präzise Ansage des Reiseleiters geweckt: "Wien; Aussteigen!" Im Halbschlaf wankte man auf die Straßen dieser Großstadt und das Reisegefährt verschwand weiter gen Budapest. Das erste Ziel des noch jungen Tages hieß Wiener Westbahnhof, denn erstmal war eine kleine bis mittelgroße Stärkung angesagt. Mit vollem Magen ging es auf zu neuen Taten, denn so einige architektonischen Hingucker sollten noch vor dem großen Ansturm der Japanischen Photomafia erobert werden. nach dem die Altstadt ihren Reiz langsam verlor, war noch ein kurzer Ausflug ans Donauufer angesagt, schließlich durfte der Wiener Prater in der Sammlung historischer Orte nicht fehlen. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass die sich drehende Stahlkonstruktion nicht unbedingt das hält, was das Werbeprospekt verspricht und auch der BFC schon zu so früher Stunde im nahen Ausland Präsenz zeigte.

Das Pflichtprogramm war somit erledigt, nun war der angenehme Teil der Reise angesagt. Somit ging es nun ab mit dem öffentlichen Nahverkehrs-unternehmen gen Hütteldorf, denn auch die notwendigen Eintrittskarten für die heutige Abendveranstaltung im Wiener Westen wollten noch besorgt sein. Am besagten Bahnhof war zur Mittagszeit kaum eine
Menschenseele zu erblicken, lediglich einige Blau-Uniformierte hatten heute anscheinend keine Lust auf Familienabend mit Kind & Kegel und schwitzten lieber in ihren Fahrzeugen. Die Spielstätte der heutigen Begegnung war nur ein paar wenige Fußschritte entfernt, auf dem Weg dorthin war jedoch sofort unverkennbar: hier ist der SK Rapid Wien zuhause. Jedes Haus, jedes Verkehrsschild und jeder noch so kleine Stromkasten war mit Schriftzügen und Klebern der heimischen Ultras verziert. Nach dem obligatorischen Rundgang um das gesamte Stadiongelände ging`s in den Fan-Shop, welcher in die Süd-Tribüne des Gerhard-Hanappi-Stadions integriert ist. Tickets waren noch reichlich vorhanden und für die arbeitende Bevölkerung zu erschwinglichen Preisen. Aber schließlich war es ja auch nur eine Begegnung der 2.Runde im UI-Cup 2007/2008.

Nach dem Nachmittagsfüllenden Ausflug in eine innerstädtische Bierschenke hieß es wieder Richtung Stadion aufzubrechen, da sich am Nachbartisch die Kunde von der Ankunft des Gästemobs breit machte. Dieser sollte, wie sich später herausstellte, nicht ganz ereignislos abgespielt haben. Der sportlich interessierte aus dem Schweizer Nachbarland würde in diesem Falle von ein paar "Scharmützeln" sprechen. Der größte Teil der slovakischen Fußballfans war vor dem Spiel noch in eine Schenke hinter der Gästetribüne eingekehrt, nach den vorangegangenen Ereignissen natürlich von der örtlichen Staatsmacht in Kampfmontur gut bewacht. Auffallend war hierbei die große Anzahl erlebnisorientierter Typen in TS-Klamotten. Nach dem die sehr laschen Einlasskontrollen ziemlich rasch überwunden wurden, hieß es über den Umweg Bierstand (übrigens sehr lecker) auf der Gegentribüne Platz zu nehmen. Das Rund, bzw. das Eckige war zu diesem Zeitpunkt schon recht gut gefüllt, letztendlich sollten über 11.000 Zuschauer anwesend sein. Hiervon waren rund 1.500 Leute aus dem benachbarten Bratislava angereist, welche die gesamte Ostribüne in Beschlag nahmen. Die Westtribüne, Heimtribüne der Wiener Ultras, präsentierte zum Einlaufen der Mannschaften ein geschlossenes Meer aus Fahnen und Doppelhaltern, was ein sehr schön anzusehendes Bild ergab. Der Gästemob war zu diesem Zeitpunkt schon mindestens eine halbe Stunde am Dauersupporten in einer sehr ansprechenden Lautstärke. Der Lautstärkepegel wurde jedoch um ein vielfaches überboten, sobald der Rest des Stadions am Singen war. Hierbei ist zu erwähnen, das selbst die Haupttribüne immer wieder beim allgemeinen Singsang und diversen
Hüpfeinlagen fasst komplett in Aktion war. Um es vorweg zu nehmen wusste der Dauersupport aller drei Tribünen der Grün-Weißen bis Mitte der zweiten Halbzeit fast durchgängig in beeindruckender Lautstärke zu gefallen.

Der Anhänger der Hellblauen aus Bratislava wollte sich jedoch anscheinend nicht nur am Singsang erfreuen und so wurde schon in der ersten Halbzeit angefangen gegen den heimischen Fan auf dem Unterrang der angrenzenden Tribüne kräftig gepöbelt. Hinter der Gästetribüne wurden vorsorglich schon mal die Busse für die Rückfahrt bereitgestellt. Und auch die Uniformierten wollten nun etwas Präsenz im Gästeblock zeigen. Doch der Mob war damit anscheinend nicht einverstanden, so kam es zu ersten Handgreiflichkeiten, welche schließlich in einer minuten-langen Keilerei endeten. Gleichzeitig wurde am unteren Ende derweil kräftig am Trennzaun zur Gegentribühne gerüttelt bis dieser schließlich der geballten Manneskraft nachgeben musste. Daraufhin flüchteten die ersten Grün-Weißen vom angrenzenden Unterrang und die Policija stürmte den Gästeblock, konnte jedoch begleitet vom Werfen diverser pyrotechnischer Gegenstände und Sitzschalen zumindest kurzfristig daran gehindert werden. Nach dem der Polizeikessel nun für den Rest des Stadions unverkennbar war, konnte wieder dem Spielgeschehen die Aufmerksamkeit geschenkt werden. Das Spiel an sich war dabei für den neutralen Beobachter sehr ansehnlich. Der SK Rapid konnte vor allem im technischen Zusammenspiel überzeugen und ein gewisser S. Hofmann wusste dabei durch zwei tolle Tore zu gefallen. Am Ende sprang so ein verdienter Sieg für die Heimmannschaft heraus. Die Supporter der Slovakischen Mannschaft fielen in der zweiten Halbzeit abgesehen von einem guten Sing-Sang-Support und einer misslungen Hüpfeinlage noch einmal auf, in dem man versuchte ein paar letzte pyrotechnische Gegen-stände, wie weißer Rauch und Blinker möglichst auffällig zu entsorgen. Somit hatte die Feuerwehr auch noch ihren großen Auftritt und konnte unter großen Applaus des heimischen Publikums die Zielfähigkeit mit dem Wasserschlauch unter Beweis stellen und den Brandherd beseitigen.

Nach dem Schlusspfiff leerten sich die Stadionränge beachtlich schnell, so das schlussendlich nur noch ein paar Hopper auf der Gegentribühne verblieben. Der Gästemob musste derweil auf den noch vorhandenen Sitzschalen Platz nehmen, selbst eine Blocksperre scheint also im Nachbarland Realität und Bestandteil der heute angewandten Deeskalationstaktik zu sein. Was bleibt ist ein neuer Länderpunkt in einem sehr schicken Stadion, ein interessantes Spiel, ein sehr gefälliger Support beider Seiten und das es auch in der Slowakei offensichtlich Leute gibt, denen 2. Halbzeiten einfach nur Fußball schauen anscheinend nicht ausreichend sind. Nachdem man noch kurz am Infostand der Ultras vorbeigeschaut hatte, hier jedoch kritisch beäugt wurde bezüglich des Interesses an spannender Lektüre, ging es zurück zum Treffpunkt. Schließlich war nicht unbedingt davon auszugehen, dass das ausgewählte Busunternehmen ewig warten würde. Da dies jedoch schneller als gedacht passierte, konnte man bis zur Abfahrt noch ein paar örtliche Leckereien zu sich nehmen und ein paar wehrlose Schilder & Hinweistafeln mit heimischen bunten Bildern bestücken. Nach einer recht zügigen Fahrt, welche nur noch durch eine Zollkontrolle im bayrischen Hinterland unterbrochen wurde, erreichte man am Sonntagmorgen wieder den heimischen Hafen. Fazit dieses kleinen Ausflugs: Ein sehr unterhaltsames Fußballabenteuer und der große Traum, irgendwann unsere Kicker in Blau und Weiß auf der europäischen Fußballbühne zu einem Away-Kick begleiten zu dürfen.

13.07.07
HaSuBaWü

Dienstag, Juli 03, 2007

neue Tipprunde

Hansa ist aufgestiegen, der Spielplan zur Bundesliga 2007/08 steht fest und ich habe mal eine neue Tipprunde gestartet.

Alle Mitglieder der vergangenen Saison sind weiterhin dabei und können sich mit ihren bisherigen Daten anmelden. Wenn Änderungswünsche bestehen, beispielsweise bei Namensänderung, müsstet ihr euch neu anmelden. Neue Mitglieder sind natürlich gern gesehen.

Jeder der bis zum 3.Spieltag keinen Tipp abgegeben hat, wird von mir gelöscht.

An den Regeln brauchen wir nichts ändern, allerdings können wir durch die neue Liga auch andere Bonusfragen einstellen. Als Vorlage bietet Kicktipp folgende Fragen:

Welches Team stellt den Torschützenkönig? 1 Punkt
Wo findet der erste Trainerwechsel statt? 1 Punkt
Wer wird Herbstmeister? 1 Punkt
Wer steigt ab? 3 Punkte
Wer wird Deutscher Meister? 1 Punkt

Wir können natürlich andere Fragen erstellen und/oder Punkte vergeben.
Bis wann soll die Tippabgabe erfolgen?

Um welchen Einsatz wollen wir dieses Jahr spielen?

Fragen über Fragen, gebt mal eure Meinung dazu ab. Im OffTopic-Bereich des Forums findet ihr den entsprechenden Thread dafür. Danke schon mal im Voraus.

Sonntag, Juli 01, 2007

Paddeltour

Am Pfingstwochenende machten Bine, Daniel, Nils und meine Wenigkeit eine kleine Rundfahrt über die Mecklenburger Seenplatte. Unser 44 km langer Weg begann Sonnabend beim Kanuverleih Pack & Paddel in Fleether Mühle, über den Vilzsee gings zur Schleuse Diemitz. Da konnte ich mich das erste Mal stärken, schließlich waren wir schon eine halbe Stunde unterwegs. Weiter gings über den Labussee nach Canow zum Mittagessen. Es gab geräucherten Wels und ein großes Helles. Dann gings weiter Richtung Schleuse Strasen. Kurz vor der Schleuse machten wir noch einen Stop, schön mit Kaffee trinken und rauchen auf der Wiese. Freiheit pur. Nils nutzte die Gelegenheit um schwimmen zu gehen. Auf dem Ellbogensee, knapp 500 m vor unserem Tagesziel Priepert, zog nochmal ein heftiges Gewitter auf. Da unsere Sachen gut verpackt waren, blieb aber das wichtiges trocken und so ließen wir den Tag gemütlich auf dem Zeltplatz ausklingen. Die erste Etappe hatte eine Länge von 18 km und war somit die längste der gesamten Tour.



Am nächsten Tag machten wir uns gegen Mittag auf den Weg Richtung Wesenberg. Zunächst paddelten wir ohne Umwege über den Grossen Priepertsee und den Wagnitzsee bis zur Ahrensberger Hausbrücke und dem Drewensee. Dort fanden wir, dank des durch Nieselregen und Luftkampf zwischen 2 Möwen und eines Falken abgelenkten, karteninhabenden Skippers, nicht den Abzweig in die Obere-Havel-Wasserstrasse. Nachdem dieser kleiner Fauxpas (2km Umweg) ausgeräumt war und wir dadurch noch einen Reiher am Ufer sichteten, setzten wir unseren Weg wieder zielgerichteter fort. Wir machten wir noch ein kleines Päuschen in der Wasserstraße, wo wir auf 3 Angler stießen, die bisher keinen Platz gefunden hatten und dann warteten bis wir weg waren. Übrigens ging Nils wieder einmal schwimmen. Ich glaube, es war bereits das dritte Mal auf dieser Fahrt. Danach ging es durch die urige und idyllische Schwaanhavel und über den Plätlinsee zu unserem 2. Lager in Wustrow. An diesem Tag paddelten wir 16 km, den Umweg miteingerechnet. Wir waren so ziemlich die Letzten, die auf dem Zeltplatz ankamen, von all den Paddlern, die an diesem Wochenende unterwegs waren. War uns aber egal. Wir bauten unser Lager auf, spannten nach dem Essen noch eine Plane zwischen die Zelte, um dem Regen, der noch kam, zu trotzen und ließen Bier, Wein und Pfeffi durch unsere Kehlen fließen.

Am letzten Tag, Pfingstmontag, paddelten wir noch ganz gemütlich über Klenzsee, Gobenowsee und Rätzsee bis wir schließlich wieder Fleether Mühle erreichten. Die dritte Tagesstrecke war mit 12 km die kürzeste und somit machten wir nur eine große Pause an einer chilligen Waldlichtung, wo eine von ABM-Kräften gezimmerte Holzbrücke über das Wasser führte. Während Nils auf der besagten Brücke ein Nickerchen machte, gewann ich ein neuen Freund. Erst setzte sich diese kleine Libellenart auf meine Mütze und dann konnte ich es nicht mal mehr vom Finger schütteln, was zu Heiterkeit bei meinen Gefährten führte.



Es war ein wunderschönes Wochenende, das nach Wiederholung schreit. Auch wenn wir nicht immer Glück mit dem Wetter hatten, haben wir doch das Beste daraus gemacht.

Mittwoch, Juni 27, 2007

Zum ersten Geburtstag

Nach den zuletzt kleinen technischen Schwierigkeiten, konnten wir heute endlich produktiver sein und es werden demnächst wieder mehr interessante Dinge hier erscheinen. Die beiden Schreiberlinge dieses Blogs möchten sich bei euch für die mittlerweile über 1800 Besuche bedanken. Das motiviert uns weiter zu machen und zeigt uns, dass wir das hier nicht nur für unser eigenes Vergnügen betreiben. Ab heute werden wir auch unsere Buch- und Filmtipps in der rechten Spalte verlinken, um den Blog noch ein wenig umfangreicher zu gestalten. Wir wünschen euch und uns weiterhin viel Spaß mit dem Blog. Wer Lust hat, sich aktiv miteinzubringen, ist herzlich dazu eingeladen und kann sich gerne bei mir melden.

Zum einjährigen Jubiläum von ground-fever als Blog tanzt für euch Diego Armando Maradona.

Wochenende




Tjaja, das heilige Wochenende...
Manchmal hat man ja so seine Probleme und Sorgen am Freitagabend, wie man die nächsten 48 Stunden denn nun inhaltlich einigermaßen sinnvoll füllen kann. Das letzte Wochenende ist mir das mit Hilfe der üblichen Verdächtigen sehr gut gelungen, denn wer aus meinem Freundeskreis erfreut sich nicht an Volksfest, Fussball und Party?
Naja, vielleicht nicht so ganz Volksfest, Melotron spielte ein Danke-Schön-Konzert in Neubrandenburg, aber hey, Bierwagen, Livemusik und nette Leute rufen in mir nun mal so ein wohliges Volksfestgefühl hervor. Höchstwahrscheinlich wäre ich von allein nicht auf die Idee gekommen, mich bei dem Wetter zu Fuß bis nach Weitin (na gut, Reiterplatz) zu kämpfen, aber als Befreundeter des Capos der Ultras Melotron hatte ich keine Wahl. Melotron, tja, sicher nicht meine Band, aber siehe da, im Konzert entdeckte ich dann tatsächliche einige Sympathiegefühle für die Jungs, sei es aus lokalpatriotischen Gründen oder wegen meiner "Liebe" zum deustchen Schlager. Obwohl man sich einige Texte wie zum Beispiel "Lebe ungewöhnlich" durchaus auch eingepackt in Punkmusik vorstellen kann. Alles in allem ein Konzert, dass mir besser gefiel als erwartet. In wie weit jetzt das Bier mit Strohhalm, dass uns im Dauerregen tanzen ließ, daran seine Aktien hatte, lass ich jetzt mal so dahingestellt...
Der Fakt, dass die Musik um halb zwei aus war und der Alkohol uns nicht zu sehr in die Finger bekam, ließen den Freitag also angenehm ausklingen und die geplante Hopping-Tour für Samstag als "Pflicht" erscheinen.

Der Weg sollte Achim und mich diesmal nach Stendal führen. Okay, die Fragen nach dem warum?, Wozu? sind diesmal vielleicht mehr berechtigt als sonst, aber die Verbandsliga Sachsen-Anhalt war so ziemlich die letzte Liga, die mit Wochenendticket noch zu erreichen war. Der Gegner am letzten Spieltag der Saison vom 1.FC Lok Stendal sollte die zweite Mannschaft des Halleschen FC sein, es ging zwar sportlich für beide Mannschaften um nichts mehr, aber wenigstens hatte sich die ultra-orientierte Saalefront aus Halle angesagt, so war wenigstens mit etwas Stimmung zu rechnen. Und tatsächlich hatten sich ca. 50 Mann auf den Weg nach Stendal gemachten und wußten durch kleinere Choreos und Pyroaktionen zu gefallen. Beim Spiel im "Stadion am Hölzchen" (Fassungsvermögen 4500 Zuschauer) waren 281 Zuschauer anwesend und erlebten ein munteres Spielchen, bei dem aber der Gast aus Halle die technisch bessere Mannschaft war. Trotzdem hat sich Lok zum Saisonabschluss nicht lumpen lassen und dem Favoriten gut Paroli geboten, so dass am Ende ein respektables 1:2 auf der Anzeigetafel stand. Das Stadion ist irgendwie gemütlich, mit Sitzplätzen auf der Haupttribüne und 2 Stehplatztribünen auf der Gegengerade. Scheinbar hatte die örtliche Sparkasse bei der Finanzierung ihre Finger mit im Spiel, denn für nen Fünftligisten sah das Ding etwas neureich aus. Kleiner Tipp, wer sich mal nach Stendal zum Fußball verirrt, sollte sich eine Stehplatzkarte kaufen und danach gemütlich auf der Haupttribüne Platz nehmen, denn über diese betritt man das Stadion. Dabei sollte man dann nicht vergessen in die Sitzkissenbox zu greifen, um seinen Allerwertesten weich zu betten. Nach dem Spiel sagt auch keiner was, wenn man das Teil dann geschickt unter seiner Jacke versteckt und mitnimmt.

Danach ging es mit 10000 mal Umsteigen wieder zurück nach NB, wo eine Geburtstagsparty im AJZ (ehemals Onkel Willi) am Broda-Strand auf uns wartete. Nach ausreichend Amusement bei Lagerfeuer, guter Musik, Kicker, Cuba Libre und Bier konnten wir endlich gegen 6 Uhr unsere müden Knochen hinlegen. Da das Wochenende bekanntlich erst mit dem Sonntag endet, besorgte Achim nach dem Aufstehen noch eine Pizza, ein Bier und einen Wein für jeden und so ließen wir das Wochenende gemütlich bei einem Filmchen (Old Boy - ziemlich krasser, aber empfehlenswerter Streifen) ausklingen. Ende.

ps: hier unten steht gleich "gepostet von toni.terroristi", allerdings war Achim so freundlich und übernahm den Bericht ab dem Fussballbericht, weil er sich die Zuschauerzahlen immer so schön merken kann, danke Digga. Und auch danke an die Leute, die Wochenenden wie das letzte immer so schön machen und "inhaltlich einigermaßen sinnvoll füllen". Danke schön!

Dienstag, Juni 26, 2007

Siehe da

Auf einmal klappt wieder alles wie gewohnt. Die Daten sind wie aus dem Nichts im Webspace wieder aufgetaucht. Nur noch fix die Grafikadressen geändert und nun können sich die beiden Schreiberlinge wieder um interressantere Dinge kümmern.