Sportwochenende 9./10. September
Auch wenn dieser Post nicht mehr so aktuell ist, wird er doch noch erstellt, sonst verliere ich bald meinen Co-Writer-Status ;-)... (Anmerkung des Admins: korrekt...;-))
Das oben erwähnte Wochenende sollte also mal wieder ganz im Zeichen des Sports stehen und hatte auch einige Leckerbissen in petto, so'n bißchen was für Feinschmecker.
Auf dem Programm standen das 5.Saisonspiel des heimischen 1.FC Neubrandenburg 04, das Länderspiel der Volleyball-Damen gegen Serbien-Montenegro und die erste Runde des DFB-Pokals mit Babelsberg 03 - Hansa.
Der 1.FC Neubrandenburg 04 kickt seit dieser Spielzeit wieder in der Verbandsliga, da der "Betriebsunfall", sprich der Abstieg 2005 in die 6.Liga (Landesliga), dank einer souverän gespielten Runde 2005/2006 mit dem direkten Wiederaufstieg wieder vergessen gemacht worden konnte.
Heute gings gegen mit bisher 2 geholten Punkten aus 4 Spielen gegen den Pasewalker FV. Der FC als Vorletzter der Tabelle und Pasewalk gar als Letzter. Drei Punkte waren also Pflicht. Ums kurz zu machen, die Pflicht konnte nicht erfüllt werden, das Spiel endete vor 320 zahlenden Zuschauer und ohne eine Einsatz-Minute für die gefürchtete Grätsch-Granate torlos 0:0. Im Großen und Ganzen Fussball zum abgewöhnen, so weit das geht, aber es sollte ja nur der Auftakt in das Wochenende sein.

Es konnte also nur unterhaltsamer werden. Unterhaltsam, nicht unbedingt ein Wort, dass ich als erstes mit Volleyball verbinde, aber egal, geplant ist schließlich geplant. Geplant ist geplant sagte ich mir dann auch nochmal als ich den Eintrittspreis für 7,50€ registrierte, aber irgendwann wars dann auch egal, Portmonee war eh fast leer.
Das Länderspiel fand im Rahmen einer Testspielphase mit drei Spielen gegen Serbien-Montenegro statt. Das Spiel in Neubrandenburg war das zweite, nach dem in Hoyerswerda und vor dem in Bützow. Es war das erste Länderspiel in Neubrandenburg seit 24 Jahren und fand vor 1100 Zuschauern statt.
Tja, Volleyball, nicht unbedingt mein Sport, aber die Veranstaltung wusste mit leeren Bierständen und durchtrainierten Frauen-Hinterteilen dann doch noch zu überzeugen. So etwas wie Stimmung konnte man teilweise auch vernehmen, vor allem weil das Spiel sich zugunsten der deutschen Mädels entwickelte. Es endete 3:1 (25-21, 25-23, 24-26, 25-22), wobei die Bitchys vom Balkan nicht unbedingt schlechter waren, so weit ich das als Randsportarten-Hopper bewerten kann.
Zusammenfassend ein versöhnlicher Ausgang des Sport-Samstags und dieser musste natürlich noch bei und nach dem deutschen Kanter-Sieg in San Marino begossen werden.

Dieses ausführliche Begießen führte dann am Sonntag auch dazu, dass sich die Abfahrtszeit in Richtung Potsdam deutlich nach hinten verschob. Als der Ulmer, der sich netterweise anbot uns (André und mich) zu kutschieren, dann eintraf, konnte die Reise bei herrlichstem Auswärtswetter auch beginnen.
Auch die Staatsmacht schien beschlossen zu haben diesen schönen Altweibersommertag komplett in der Sonne zu genießen, auf jeden Fall gabs an jeder sonnigen Ecke mindestens zwei, sich in der Sonne aalende T4-Besatzungen zu bestaunen. Diese Schlingel! Und das auch noch bei sonntäglicher Bezahlung.
Der Kick wurde also als Risikospiel eingestuft und die ohnehin schon vorhandene Brisanz wurde tags zuvor noch mehr gesteigert. Beim Spiel der zweiten Mannschaft von Hansa Rostock gegen Schalke 04 wurde der deutsche Nationalspieler Gerald Asamoah mehrfach mit rassistischen Rufen bedacht. Da sich die aktive Fanszene von Babelsberg ja zur linken Antifa-Szene rechnet und am heutigen Spieltag logischerweise auch noch die Ultras Sankt Pauli bei ihren Freunden zu Gast waren, trieb sich auch auf Rostocker Seite eine Menge Gesindel aus so schönen Gegenden wie Ostvorpommern und Umgebung rum (NPD 12,2%!).
Zum Spiel gibts heute mal nur das Ergebnis - 2:1 für den Viertligisten aus der Filmstadt vor so gut wie ausverkauftem Haus und das Ergebnis ging in Ordnung.
Spannend war die natürlich noch die Begegnung der beiden Fanszenen zu beobachten, da im Karl-Liebknecht-Stadion die Blöcke für Heim- und Auswärtsfans relativ dicht beieinander sind. Auf unserer Seite ein eher mittelmäßiger Support, auf Babelsberger und Hamburger Seite dasselbe Spiel mit vielen spontan gesprayten Spruchbändern wie zum Beispiel "14 Jahre und immer noch nichts dazu gelernt", was sich wohl auf Lichtenhagen beziehen sollte.
Nach dem Spiel wechselten leider noch zwei Banner den Besitzer in Richtung Heimanhang, was zu einem kurzen Platzsturm einiger Eventorientierter führte, der mir allerdings relativ halbherzig vorkam, warum auch immer...
Über die rassistischen Entgleisungen müssen sich führende Köpfe mal Gedanken machen, denn eigtlich war ich der Meinung, dass wir das eigentlich ganz gut im Griff haben.



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